16 March 2026, 00:29

Oberlausitz kämpft um ihre Zukunft: Arbeitsplätze und Einwohner schwinden dramatisch

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer kleinen Stadt in Lunstöeng, Norwegen, circa 1900, das Gebäude, Bäume, Pfosten, Flaggen, einen Zaun, Berge und einen klaren Himmel zeigt.

Bedenken wegen struktureller Wandels in der Oberlausitz - Oberlausitz kämpft um ihre Zukunft: Arbeitsplätze und Einwohner schwinden dramatisch

Die Oberlausitz steht vor einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise, da die Region mit Arbeitsplatzverlusten und Bevölkerungsrückgang kämpft. Der CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann aus Bautzen warnt, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um weitere Schäden durch den Braunkohleausstieg und steigende Energiekosten zu verhindern.

Seit 1990 hat die Region etwa 100.000 Industriearbeitsplätze verloren – vor allem in der Textilbranche, im Maschinenbau und im Braunkohlebergbau. Nun drohen aufgrund explodierender Energiepreise bis 2025 weitere energieintensive Betriebe zu schließen. Seit 1995 ist die Einwohnerzahl in den Landkreisen Görlitz und Bautzen um 180.000 gesunken.

Schiemann betont, dass 10.000 neue Industriearbeitsplätze geschaffen werden müssten, um die Folgen des Braunkohleausstiegs abzufedern. Die bisherigen politischen Maßnahmen reichten nicht aus, um das Ausmaß der Krise zu bewältigen, so der Politiker. Lokale Verantwortliche fordern schnellere staatliche Hilfen und warnen, dass der strukturelle Wandel der Region auf dem Spiel stehe.

Neben der Schaffung neuer Jobs plädiert Schiemann für eine bessere Infrastruktur, eine Stärkung von Bildung und Forschung sowie eine höhere Lebensqualität. Ohne diese Veränderungen bleibe die langfristige Zukunftsfähigkeit der Oberlausitz ungewiss.

Die Forderungen unterstreichen die Dringlichkeit von politischen Kurskorrekturen, um die Wirtschaft der Region zu stabilisieren. Fehlen neue Industriearbeitsplätze und Investitionen in Schlüsselbereiche, drohen weitere Jobverluste und ein anhaltender Bevölkerungsrückgang. Die Verantwortlichen betonen: Die Zeit läuft davon, um eine nachhaltige Perspektive für die Oberlausitz zu sichern.

AKTUALISIERUNG

Revierkonferenz Boosts Structural Change: 1.6 Billion Euro for 133 Projects

Eine Revierkonferenz am 2. Februar 2026 bestätigte Fortschritte bei der strukturellen Transformation in der Oberlausitz. Wichtige Entwicklungen sind:

  • 133 Projekte wurden für 1,6 Milliarden Euro Bundesmittel (2027–2038) ausgewählt.
  • 120 Projekte sind in der Umsetzung, mit 375,1 Millionen Euro, die bis zum 31. Dezember 2025 ausgezahlt wurden.
  • 18 Projekte sind abgeschlossen, darunter Operationsroboter für Krankenhäuser in Görlitz und Bautzen.