Raab und Schöneberger bringen Chaos, Nostalgie und skurrile Quiz-Pannen
Emma MayerRaab und Schoeneberger sind das Duo mit dem Doppelknall - Raab und Schöneberger bringen Chaos, Nostalgie und skurrile Quiz-Pannen
Die zweite Folge von Wer weiß schon, wann was passiert? brachte Nostalgie, Gelächter und eine ordentliche Portion Chaos mit sich. Moderiert von Stefan Raab und Barbara Schöneberger mischte die Sendung skurrile Wissensfragen mit spielerischem Geplänkel und unterhielt damit Gäste wie Zuschauer gleichermaßen.
Ein Höhepunkt war ein Rückblick auf den Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel aus dem Jahr 1973, eine tschechoslowakisch-ostdeutsche Koproduktion, die die klassische Geschichte mit einer rebellischen Heldin neu interpretierte. Die Folge griff auch bizarre Popkultur-Momente auf – von Stefan Raabs absurdem Ken-Kostüm bis hin zu einem umstrittenen TV-Ausschnitt aus den 1970ern über die Fahrkünste von Frauen.
Raab und Schöneberger starteten die Show mit ihrer gewohnten Energie und konnten sich vor Lachen kaum noch halten, während sie Witze hin- und herwarfen. Ihre Chemie war besonders spürbar, als sie gemeinsam Maschen-Draht-Zaun performten und sogar andeuteten, dass sie gerne wieder moderieren würden.
Das Quiz selbst sorgte für einige denkwürdige Patzer. Jan Ullrich und Hans Sigl nannten fälschlicherweise Kevin Curren als den Spieler, den Boris Becker im Wimbledon-Finale 1985 besiegte – ein Titel, den Becker zwar gegen Curren gewann, allerdings nicht im Finale. Unterdessen zogen Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen, die das Team der Über-60-Jährigen vertraten, ratlose Gesichter, als sie nach Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gefragt wurden – einen Film, an dessen Ausstattung Sophia Thomallas Großvater als Szenenbildner mitgewirkt hatte. Der 1973 unter der Regie von Václav Vorlícek entstandene Streifen hatte das Märchen im Sinne der sozialistischen Ideale des Kalten Krieges umgeschrieben und präsentierte eine Protagonistin, die gegen Ungerechtigkeit kämpfte, statt passiv auf einen Prinzen zu warten.
Die Folge nahm auch eine skurrile Wendung mit einem Ausschnitt aus Der 7. Sinn, einer Sendung der 1970er, die für ihren unverschämten Sexismus berüchtigt war. Die Sequenz machte sich über die Fahrweise und Sicherheitsgewohnheiten von Frauen lustig und bot damit einen peinlich berührenden Einblick in überholte Denkweisen. Leichtere Momente folgten, etwa Raabs übertriebenes Ken-Imitat – komplett mit einer grotesken Zahnprothese –, als er und Schöneberger Barbie Girl sangen.
Sogar die Sportgeschichte kam auf ungewöhnliche Weise zur Sprache. Die Show enthüllte, dass Jens Lehmann, Deutschlands Torhüter bei der WM 2006, seinen Spickzettel für das Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Argentinien in seinem rechten Socken versteckt hatte.
Für einen Hauch Animations-Nostalgie verwies die Sendung darauf, dass Gargamel, der Schurke aus Die Schlümpfe, jenes Wesen war, das Schlumpfine erschaffen hatte – die erste weibliche Figur der Serie.
Die Folge bot eine Mischung aus Lachen, peinlichen Stillemomenten und überraschenden Fakten. Von Märchenfilmen bis zu Fußballgeheimnissen bewies die Show einmal mehr, dass Nostalgie sowohl unterhaltsam als auch überraschend chaotisch sein kann. Raab und Schönebergers Moderation hielt die Stimmung auf Hochtouren und sorgte dafür, dass das Quiz genauso unberechenbar blieb wie die Fakten, die es ans Licht brachte.






