14 March 2026, 06:13

Rechtsextremismus an Sachsens Schulen erreicht alarmierenden Höhepunkt

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund. Auf der Straße befinden sich ein Fahrrad und eine Tasche.

Rechtsextremismus an Sachsens Schulen erreicht alarmierenden Höhepunkt

Rechtsextremismus breitet sich in Sachsens Schulen besorgniserregend aus

Immer mehr rechtsextreme Vorfälle erschüttern Sachsens Schulen: Allein im vergangenen Jahr wurden mit 245 gemeldeten Fällen so viele Zwischensfälle verzeichnet wie seit Jahren nicht mehr. Lehrkräfte sehen sich zunehmend Bedrohungen ausgesetzt – vor allem von rechtsextremen Gruppen, die gegen demokratische Haltungen im Unterricht vorgehen.

Der Anstieg rechtsextremer Aktivitäten setzt Pädagog:innen massiv unter Druck. Viele berichten von Einschüchterungsversuchen, insbesondere durch Anhänger der AfD, die ihnen vorwerfen, gegen die gebotene Neutralitätspflicht zu verstoßen. Die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen, da längst nicht alle Vorfälle offiziell erfasst werden.

2024 stieg die Zahl der schulbezogenen rechtsextremen Straftaten auf 185 – ein drastischer Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Bis 2025 hatten bereits 82 Schulen in ganz Sachsen, darunter in Werdau und Glauchau, extremistische Vorfälle dokumentiert. Der Bundesrat reagierte mit der Forderung nach schärferen Strafen für die Verwendung extremistischer Symbole an Schulen, um eine weitere Zuspitzung zu verhindern.

Das Bildungsministerium betont, es gebe bereits Präventions- und Interventionsstrategien. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält dies jedoch für unzureichend. Sie fordert klarere Handlungsanweisungen für Lehrkräfte sowie besseren Schutz für diejenigen, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Zudem schlägt die Gewerkschaft eine zentrale Anlaufstelle innerhalb der Schulverwaltung vor, die betroffene Beschäftigte unterstützt.

Sachsens Lehrkräfte bleiben weiter massiven Bedrohungen durch Rechtsextremismus ausgesetzt. Ohne wirksamere Schutzmaßnahmen könnte die Zahl ungemeldeter Fälle weiter steigen. Der Druck auf strengere Regelungen und bessere Unterstützungssysteme bleibt entscheidend, um die Krise an den Schulen in den Griff zu bekommen.

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