Sachsens Kampf gegen Extremismus: Wie eine Beratungsstelle Jugendliche schützt
Clara SchneiderSachsens Kampf gegen Extremismus: Wie eine Beratungsstelle Jugendliche schützt
Fachberatungsstelle in Sachsen unterstützt gefährdete Jugendliche vor Extremismus
In Leipzig ansässig, bietet die Sächsische Beratungsstelle gegen Extremismus Hilfestellung bei religiös motivierter Radikalisierung an. Ihr Angebot umfasst Präventionsarbeit, Schulungen und Deradikalisierungsmaßnahmen – sowohl für Betroffene und Angehörige als auch für Fachkräfte.
Über eine Hotline erhalten Ratsuchende schnelle Unterstützung. Telefonische Beratungen stehen sowohl besorgten Privatpersonen als auch Fachleuten offen, die mit gefährdeten Jugendlichen arbeiten. Bei Bedarf können über E-Mail oder Telefon auch persönliche Gesprächstermine vereinbart werden.
Ein zentraler Baustein der Arbeit sind Workshops für Schüler:innen und junge Erwachsene. Themen wie Konfliktlösung, interreligiöser Dialog und interkulturelles Verständnis stehen dabei im Fokus. Ein spezielles Empowerment-Angebot richtet sich an muslimische Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund und bietet ihnen einen geschützten Raum, um Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung zu besprechen.
Darüber hinaus schult die Beratungsstelle Pädagog:innen und Sozialarbeiter:innen. In spezialisierten Programmen lernen Fachkräfte, frühe Anzeichen von Radikalisierung zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Ziel ist es, Widerstandsfähigkeit gegen extremistische Einflüsse zu stärken und gleichzeitig Toleranz für vielfältige Überzeugungen zu fördern.
Die Sächsische Beratungsstelle besteht seit 2020, wobei die genauen Teilnehmerzahlen der Deradikalisierungsprogramme nicht öffentlich sind. Mit ihrem breiten Spektrum – von Hotline-Beratung bis zu maßgeschneiderten Workshops – setzt sie darauf, Extremismus präventiv zu begegnen. Kontaktdaten für telefonische, digitale und persönliche Hilfsangebote sind für Betroffene und Interessierte leicht zugänglich.






