Sächsisches Burgenland begrüßt rund zwei Millionen Besucher - Sachsens Schlösser boomen trotz Haushaltsdruck und Klimafolgen
Sachsens historische Schlösser
Das Schloss und der Park Pillnitz waren mit rund 313.000 Besuchern die beliebteste kostenpflichtige Attraktion. Nicht weit entfernt verzeichnete Schloss Moritzburg 306.000 Gäste, während die Dresdner Parkbahn 224.000 Fahrgäste beförderte. Diese Zahlen trugen zu einem Umsatzplus von zwei Prozent für die zuständige Behörde bei – die Einnahmen stiegen damit auf über 13,5 Millionen Euro, wovon mehr als die Hälfte auf Museumseintritte entfiel.
Zu den Neuerungen zählte die Eröffnung einer Dauerausstellung mit dem Titel "Kuhstall und Silbertablett" im Barockschloss Rammenau. Zudem wurde der Zwingerhof in Dresden nach Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Energieeinsparmaßnahmen wie eine Photovoltaikanlage im Park des Klosters Altzella sowie ein "Energieschild" am Palmenhaus im Schlosspark Pillnitz sollten den Verbrauch senken.
Allerdings zwangen Haushaltsengpässe viele Standorte zu Sparmaßnahmen: Einige Einrichtungen führten zusätzliche Schließtage ein oder sagten Veranstaltungen ab. Zwar stieg die Landesförderung für die Behörde 2025 auf 16,8 Millionen Euro, doch die Kosten für Baumpflege und Neupflanzungen in den Schlossgärten beliefen sich auf 3,8 Millionen Euro. Aufgrund der Klimabedingungen mussten im vergangenen Jahr insgesamt 475 Bäume in den Parks gefällt werden.
Für 2025 wurden keine größeren Schließungen der wichtigsten historischen Stätten Sachsens gemeldet. Während andere Regionen wie Baden-Württemberg klimabedingte Sperrungen verzeichneten, blieben Sachsens Hauptattraktionen durchgehend geöffnet – nur routinemäßige Instandhaltungsarbeiten beeinträchtigten zeitweise den Zugang.
Der Finanzbericht der Behörde zeigt sowohl Wachstum als auch Herausforderungen auf: Die Besucherzahlen blieben hoch, und Projekte wie Ausstellungen oder energetische Modernisierungen wurden vorangetrieben. Gleichzeitig erforderten steigende Kosten für Klimaanpassungen und gekürzte Budgets an einigen Standorten kürzere Öffnungszeiten und weniger Veranstaltungen. Landesmittel und Eintrittsgelder werden auch künftig eine zentrale Rolle bei der Bewahrung des sächsischen Kulturerbes spielen.






