19 March 2026, 22:04

Solidaritätsfahrt nach Dresden: Aktivist:innen unterstützen *"Antifa-Ost"-Angeklagte im Marathonprozess

Ein Plakat mit einer Hand, die ein Schild mit der Aufschrift "Stoppen Sie den Kriminellen" hält, im Hintergrund eine Gruppe von Menschen mit Fahnen und zusätzlichem Text, der die Verwendung von menschlichem Haar befürwortet.

Solidaritätsfahrt nach Dresden: Aktivist:innen unterstützen *"Antifa-Ost"-Angeklagte im Marathonprozess

Eine Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten ist von Berlin nach Dresden gereist, um sieben Angeklagten im laufenden "Antifa-Ost"-Prozess beizustehen. Die Fahrt, organisiert unter dem Motto "Berlin fährt nach Dresden – Prozesstag zur Unterstützung politischer Gefangener", soll Solidarität in einem monatelang andauernden Marathonverfahren zeigen.

Die Aktivistinnen und Aktivisten reisten mit dem "Solibus" an – einem in linken Kreisen bekannten Fahrzeug –, um der Verhandlung am Dresdner Oberlandesgericht beizuwohnen. Im Gerichtssaal trugen sie Batik-Shirts, eine symbolische Geste, nachdem politische Parolen auf Kleidung von den Richtern verboten worden waren. Masha Frühling, Pressesprecherin der Solidaritätsgruppe "KWT", beschrieb die Atmosphäre als bedrückend, besonders wenn die Angeklagten in doppelten Handschellen vorgeführt werden.

Frühling betonte, dass eine größere Zahl an Beobachterinnen und Beobachtern die Stimmung heben und die harten Bedingungen des Gerichts infrage stellen könne. Das Gerichtsgebäude selbst ist von strengen Sicherheitskontrollen geprägt und bietet kaum Annehmlichkeiten – es gibt weder Automaten noch Verpflegungsmöglichkeiten. Der Prozess, in dem den Angeklagten Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird, zieht sich bereits seit Monaten hin. Unterstützerinnen und Unterstützer nehmen selbst an weniger beachteten Verhandlungstagen teil, um den Druck und die Präsenz aufrechtzuerhalten.

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Die Reise ist Teil einer breiteren Initiative zur Mobilisierung von Solidarität, auch wenn die genaue Zahl der Unterstützergruppen in ganz Deutschland unklar bleibt. Historische Aufzeichnungen verweisen auf antifaschistische Netzwerke der 1980er-Jahre, doch aktuelle Daten zu diesem konkreten Verfahren sind begrenzt.

Der Besuch der Aktivistinnen und Aktivisten unterstreicht die anhaltende Dauer des Prozesses und die Notwendigkeit kontinuierlicher öffentlicher Aufmerksamkeit. Indem sie den Gerichtssaal füllen, wollen sie die Isolation der Angeklagten durchbrechen und die Verhandlungsbedingungen in den Fokus rücken. Der Fall zählt zu den meistbeachteten politischen Prozessen der letzten Jahre.

Quelle