Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,477 Millionen Euro Lottogewinn – und scheitert kläglich
Hannah WeberLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn weg - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,477 Millionen Euro Lottogewinn – und scheitert kläglich
Ein Tankstellenmitarbeiter in Deutschland ist wegen Betrugs verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, den Lottogewinn eines Kunden in Höhe von 1,477.777 Euro zu stehlen. Der Schwindel flog auf, als Ermittler feststellten, dass der Schein an derselben Verkaufsstelle abgegeben worden war, an der der Angestellte arbeitete – ein klarer Verstoß gegen die strengen Lotto-Regeln für Mitarbeiter.
Der Verkäufer hatte den Gewinnschein der Zusatzlotterie Spiel 77 versteckt, nachdem ein Kunde ihn an seiner Tankstelle erworben hatte. Mitarbeitern ist es untersagt, an ihrer eigenen Verkaufsstelle zu spielen; zudem sind alle Mitarbeiterlose mit eindeutigen Registriernummern versehen. Trotzdem versuchte der Mann später, den Gewinn persönlich in der Lotto-Zentrale in München einzulösen.
Der Betrug kam ans Licht, weil die Abgabe des Scheins mit dem Arbeitsplatz des Angestellten übereinstimmte. Den Behörden wurde klar, dass kein berechtigter Kunde den Schein dort hätte vorlegen können. Der eigentliche Gewinner blieb unbekannt – und ohne den Schein gilt der Gewinn nun als verloren.
Gewinne dieser Höhe sind bei Spiel 77 selten. In vergleichbaren deutschen Lotterien lagen die typischen Gewinnsummen der letzten fünf Jahre zwischen 77.777 und 777.777 Euro, während die Jackpots bei Lotto 6aus49 oft in die Zehnmillionen gehen. Der konkrete Gewinn von 1,477.777 Euro stieg damit ungewöhnlich hoch aus.
Das Gericht verurteilte den Tankstellenmitarbeiter zu 15 Monaten Haft auf Bewährung. Der Fall zeigt, wie die Sicherheitsvorkehrungen zur Verhinderung von Lotto-Betrug greifen. Doch der wahre Gewinner hat sich nie gemeldet – der Preis bleibt unausbezahlt.






