Solingens vertraute Stimme geht nach 36 Jahren in den Ruhestand
Sabine Rische, eine langjährige Beamtin der Stadtverwaltung Solingen, hat sich nach fast 36 Jahren im Dienst der Stadt zurückgezogen. Seit September 1989 war sie für die Bürgerinnen und Bürger eine vertraute Ansprechpartnerin, die sie durch Jahrzehnte des städtischen Wandels und zahlreicher Entwicklungsprojekte begleitete.
Ihre berufliche Laufbahn begann Rische in einer Zeit, in der Bauprojekte ihre Arbeit prägten. Mit der Zeit entwickelte sie ein tiefes Interesse für Stadtplanung und trug maßgeblich dazu bei, das Wachstum Solingens zu lenken. Als gebürtige Krefelderin brachte sie dabei einen frischen Blick auf die Stärken und Herausforderungen der Stadt mit.
Drei Jahrzehnte lang arbeitete sie in der Pressestelle und baute ein zuverlässiges Netzwerk auf, um die Bevölkerung stets auf dem Laufenden zu halten. Ob es um Baumaßnahmen, Straßensperrungen oder Umleitungen ging – ihre Informationen wurden für Generationen von Solingerinnen und Solingern zu einer festen Größe. Auch das kulturelle Erbe lag ihr am Herzen: Zwischen 2010 und 2015 setzte sie sich erstmals für die Müngstener Brücke als potenzielles UNESCO-Weltkulturerbe ein. Zwar wurde der Antrag 2021 auf Landesebene vorangetrieben, doch steht das Bauwerk Stand März 2026 weiterhin auf der vorläufigen Liste, da die Prüfungen noch andauern.
Risches Karriere umfasste auch bedeutende technologische Umbrüche. Sie wechselte von Schreibmaschinen und Faxgeräten zu digitalen Werkzeugen und passte dabei ihre Kommunikationsmethoden kontinuierlich an. Selbst im Ruhestand wird sie der Stadt verbunden bleiben und in kleinerem Rahmen die Arbeit der städtischen Entwicklungsgesellschaft unterstützen.
Ihr Ausscheiden markiert das Ende einer Ära für Solingen. Jahrzehntelang war sie ein unverzichtbares Bindeglied zwischen der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Auch wenn sich ihre Rolle nun ändert, wird ihr Einfluss auf lokale Projekte und Initiativen zum Erhalt des kulturellen Erbes weiterwirken.






