Strompreise im März: Warum intelligente Haushalte weniger zahlen mussten
Lina KrügerStrompreise im März: Warum intelligente Haushalte weniger zahlen mussten
Strompreise in Deutschland erlebten Anfang März starke Schwankungen, wobei die Großhandelstarife deutlich ausscherzten. Treiber der Preisanstiege waren vor allem explodierende Gaskosten, die durch die angespannte Lage im Iran-Konflikt weiter verschärft wurden. Gleichzeitig stiegen auch die Tarife für Neukunden im Einzelhandel während desselben Zeitraums.
Die Volatilität bei den Großhandelsstrompreisen ging mit einem deutlichen Anstieg der Gaspreise einher, was die Stromkosten auf dem gesamten Markt in die Höhe trieb. Die Energieanbieter passten daraufhin ihre Tarife an – mit der Folge, dass Neukunden, die im März einen Vertrag abschlossen, höhere Rechnungen erhielten.
Für Haushalte mit Elektroautos, intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen fielen die Auswirkungen etwas milder aus. Hier stiegen die Kosten im Vergleich zum Februar nur um 3 Prozent. Daten des Energieanbieters Tibber zeigten zudem eine Verschiebung der Ladegewohnheiten: Die Aktivität verlagerte sich vermehrt auf die Stunden zwischen 4 und 6 Uhr morgens, während das Abendladen zurückging.
Die anpassungsfähigsten Haushalte – jene im obersten Viertel beim intelligenten Laden – konnten ihre Kosten sogar um fast 7 Prozent gegenüber dem Vormonat senken. Bei Tibber-Kunden besaßen zudem rund drei Viertel der E-Auto-Besitzer auch eine Solaranlage. 2025 zahlten Haushalte mit Solarstrom und Elektroauto im Schnitt 22 Cent pro Kilowattstunde, während E-Auto-Besitzer ohne Solaranlage 26 Cent berappen mussten.
Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, hinterfragte angesichts der offensichtlichen finanziellen und ökologischen Vorteile erneuerbarer Energien die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen.
Die Preisbewegungen im März unterstreichen den wachsenden Druck auf deutsche Haushalte, da die Energiekosten weiterhin instabil bleiben. Wer über intelligente Ladesysteme und Solaranlagen verfügte, konnte die Belastung abfedern und zahlte weniger als andere. Der Trend deutet darauf hin, dass flexibler Energieverbrauch und erneuerbare Quellen inmitten der anhaltenden Preisschwankungen zumindest teilweise Entlastung bieten könnten.






