Uli Hoeneß löst mit Veganer-Kritik eine hitzige Debatte aus
Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Er behauptete, diese mache Menschen auf Dauer krank, und bezeichnete Veganer zudem als "militant" in ihren Ansichten. Seine Äußerungen haben prompt eine Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA hervorgerufen, die ihn einlud, ihr Programm "Veganstart" auszuprobieren.
Hoeneß äußerte sich in einem aktuellen Interview und erklärte, er könne Vegetarier noch tolerieren, nicht aber Veganer. Seine Kritik kommt trotz wachsender wissenschaftlicher Erkenntnisse, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit gesundheitlichen Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen. Der ehemalige Fußballfunktionär selbst hatte laut Medienberichten mit Herzproblemen und Bluthochdruck zu kämpfen.
Das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren, das sich auf traditionelle Fleischwaren spezialisiert hat, wird mittlerweile von seinen Kindern geführt. Tochter Sabine ist persönlich haftende Gesellschafterin, Sohn Florian verfügt über die alleinige Prokura.
Der Markt für vegane Lebensmittel in Deutschland ist seit 2014 rasant gewachsen – damals hatte Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, pflanzliche Fleischalternativen noch als "vorübergehenden Trend" abgetan. 2024 erreichte der Umsatz über 1,5 Milliarden Euro, nach nur 18 Millionen Euro ein Jahrzehnt zuvor. Marken wie Beyond Meat und Rügenwalder Mühle halten heute 10 bis 15 Prozent des Marktes für Fleischersatzprodukte, auch wenn das Wachstum zuletzt aufgrund von Inflation und Marktsättigung nachgelassen hat. Rauffus hatte Wurstwaren einst mit "den Zigaretten der Zukunft" verglichen und damit auf die gesundheitlichen Risiken übermäßigen Fleischkonsums hingewiesen.
Immer mehr Menschen steigen aus gesundheitlichen, ökologischen oder ethischen Gründen auf pflanzliche Ernährung um. Studien unterstreichen weiterhin die Vorteile einer ausgewogenen veganen Ernährungsweise – ein Widerspruch zu Hoeneß' Behauptungen über langfristige negative Effekte.
PETAs Einladung an Hoeneß folgt auf seine scharfe Ablehnung des Veganismus. Der Markt für pflanzliche Lebensmittel hat sich indes deutlich ausgeweitet und spiegelt den Wandel im Konsumverhalten wider. Währenddessen führt die nächste Generation der Familie Hoeneß das traditionelle Fleischwarengeschäft fort.






