Ulm rüstet sich mit neuer Krisenvorsorge und Millioneninvestitionen bis 2027
Lina KrügerUlm rüstet sich mit neuer Krisenvorsorge und Millioneninvestitionen bis 2027
Ulm stärkt seine Krisenvorsorge mit einer neuen langfristigen Strategie. Beim Stadtratsklausur im Jahr 2023 wurden die Weichen für eine verbesserte Notfallplanung und Katastrophenbewältigung gestellt. Nun haben die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen vorgelegt, um die Widerstandsfähigkeit der Stadt zu erhöhen – von finanziellen Aufstockungen bis hin zu neuer Ausrüstung.
Der Ansatz der Stadt versteht Krisenmanagement als mehrstufigen Prozess. Prävention, Risikominderung und die Aufrechterhaltung des lokalen Betriebs bilden die Säulen des Plans. Um dies zu unterstützen, wird Ulm bis 2026 eine zusätzliche Stelle im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes schaffen, um den erweiterten Aufgaben gerecht zu werden.
Die Mittel werden schrittweise aufgestockt. Ab 2027 fließen 500.000 Euro in dringende Maßnahmen der Notfallplanung und Gefahrenabwehr. Im Jahr darauf kommt eine weitere halbe Million hinzu, sodass jährlich eine Million Euro für Projekte zur Stärkung der Krisenresilienz zur Verfügung stehen.
Auch bei der Ausrüstung tut sich etwas: Ein modularer "Energie"-Abrollcontainer im Wert von 650.000 Euro wird vorgezogen geliefert. Dieses Gerät kann im Krisenfall kritische Einrichtungen oder Einsatzstellen mit Strom versorgen. Daneben hat die Stadt Ersatzkommunikationsmittel eingeführt, Großschadenslagen geprobt und an regionalen Katastrophenschutzübungen teilgenommen.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher dankte den Einsatzkräften für ihren Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig modernisiert die Stadt ihre IT-Infrastruktur, um die digitale Souveränität zu stärken und Datensysteme abzusichern.
Die Strategie unterstreicht Ulms Bestreben, die Krisenbewältigung zu modernisieren. Mit mehr Personal, höheren finanziellen Mitteln und neuer Technik will die Stadt auf Notfälle besser vorbereitet sein. Die Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt, wobei die wichtigsten Investitionen ab 2027 anlaufen.






