24 March 2026, 02:05

Vom Hype zur Peinlichkeit: Wie die Duckface-Pose aus der Mode kam

Plakat für "Pan: Eine Satirezeitschrift" mit einer Person in einem weißen Hemd mit kurzen dunklen Haaren und einem ernsten Gesichtsausdruck vor einem weißen Hintergrund, mit fetter schwarzer zentrierter Schrift.

Vom Hype zur Peinlichkeit: Wie die Duckface-Pose aus der Mode kam

Anfang der 2010er-Jahre wurde die Duckface-Pose zu einem der bekanntesten Selfie-Trends. Junge Frauen schürzten oder spitzten dabei oft die Lippen auf Fotos, sodass der Look auf Plattformen wie Instagram zum Dauerbrenner avancierte. Doch bereits Mitte der 2010er-Jahre geriet der Hype ins Visier der Spötteleien – und löste sogar eine Gegenbewegung aus.

Der Begriff Duckface beschrieb die übertriebene Schmollmund- oder Kussmund-Pose, die die sozialen Medien dominierte. Auf dem Höhepunkt des Trends war sie allgegenwärtig, doch bald folgte Kritik. 2011 rief das deutsche Comedy-Trio Y-TITTY den Anti-Duckface-Tag ins Leben, um der Pose den Kampf anzusagen. Die erste Aktion am 22. Juli 2012 mobilisierte rund 21.000 Teilnehmer, die ihre Profilbilder durch ein spezielles Anti-Duckface-Abzeichen ersetzten.

Die Bewegung gewann an Fahrt: Ein eigens eingerichteter Blog unter antiduckface.com und eine Facebook-Seite zum Event verbreiteten die Idee. Unterstützer sahen darin einen spielerischen Protest gegen einen übertriebenen und – in ihren Augen – unvorteilhaften Trend. Mitte der 2010er-Jahre avancierte die Duckface zum häufigen Mem-Thema und Satire-Objekt, was ihren Niedergang beschleunigte.

Neue Posen wie der Fischmund oder das perfektionierte Instagram-Gesicht übernahmen die Führung. Mit Beginn der 2020er-Jahre verschwand die Duckface aus dem kulturellen Diskurs und blieb vor allem als skurriles Relikt der frühen 2010er in Erinnerung.

Der Anti-Duckface-Tag markierte einen Wandel in der Rezeption sozialer Medien-Trends. Die Pose, die einst Selfies prägte, galt plötzlich als überholt und wich frischen Stilen. Heute ist die Duckface kaum noch zu sehen – zurück bleibt eine nostalgische, wenn auch peinlich anmutende Erinnerung an die 2010er.

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