Rente: Ski-Legende Hilde Gerg geht in die Politik - "Wilde Hilde" wechselt von der Piste in den Gemeinderat von Schönau
Die ehemalige Olympische Skirennläuferin Hilde Gerg ist in den Gemeinderat von Schönau am Königsee gewählt worden. Bekannt für ihre Erfolge im alpinen Skisport, wird sie nun unter dem Namen Hilde Graßl-Hirschbiel ihre erste Amtszeit im Rat antreten. Ihr Einstieg in die Politik folgt einer überraschenden Wendung, nachdem ein anderer Kandidat das Mandat abgelehnt hatte.
Gerg, einst eine dominierende Figur im Skirennsport, beendete 2005 ihre Karriere, in der sie 20 Weltcupsiege und 59 Podestplatzierungen errang. Unter dem Spitznamen "Wilde Hilde" gehörte sie zu den vielseitigsten Athletinnen des Sports und gewann bei Weltmeisterschaften eine Gold- und drei Bronzemedaillen.
Die 55-Jährige zog in den Gemeinderat ein, nachdem der ursprünglich besser platzierte CSU-Kandidat Franz Graßl auf sein Mandat verzichtet hatte. Als erste Nachrückerin übernahm sie seinen Platz nach den Kommunalwahlen am 8. März. Damit übernimmt sie erstmals ein Amt in der lokalen Politik.
Vor ihrer Wahl hatte Gerg öffentlich die Coronamaßnahmen kritisiert und die Querdenker-Bewegung unterstützt. In sozialen Medien verbreitete sie Verschwörungstheorien über Impfstoffe, 5G und den "Great Reset". In Kreisen mit AfD-Nähe engagiert, nahm sie an Protesten gegen Lockdowns teil und äußerte sich skeptisch gegenüber den etablierten Medien und Parteien.
Gerg sitzt nun als CSU-Vertreterin im Gemeinderat von Schönau am Königsee. Ihr politisches Debüt folgt auf eine viel beachtete Sportkarriere und ihre jüngste Beteiligung an kontroversen öffentlichen Debatten. Die neue Amtszeit des Rates wird zeigen, wie sich ihre Positionen auf die lokale Entscheidungsfindung auswirken.






