Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik schließt beide Werke bis Jahresende 2023
Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, wird bis Ende 2023 seine Produktionsstandorte schließen. Die Entscheidung folgt auf gescheiterte Versuche, einen langfristigen Investor zu gewinnen. Beide Werke stellen ihren Betrieb ein, nachdem sie mit einem Mangel an neuen Aufträgen zu kämpfen hatten.
Das Unternehmen spezialisiert sich auf Innenraumkomponenten für Fahrzeuge der Volkswagen Gruppe. An den beiden Standorten Gardelegen und Idar-Oberstein sind insgesamt 430 Mitarbeiter beschäftigt. Die Belegschaft wurde vom Insolvenzverwalter Silvio Höfer über die Schließung informiert.
Die Bemühungen, einen Käufer zu finden, scheiterten an den schwierigen Rahmenbedingungen in der deutschen Automobilbranche. Ohne neue Verträge wurde die Produktion unwirtschaftlich. Die Arbeitsplätze bleiben bis zur endgültigen Schließung zum Jahresende erhalten.
Am größeren Standort Gardelegen arbeiten 330 Beschäftigte, in Idar-Oberstein sind es etwa 100. Die Stilllegung markiert das Ende eines wichtigen Zulieferers in der regionalen Automobilindustrie.
Durch die Schließung fallen bis Anfang 2024 insgesamt 430 Arbeitsplätze weg. Die Mitarbeiter bleiben bis zum Produktionsstopp im Dezember im Unternehmen. Der Rückzug des Unternehmens spiegelt die größeren Herausforderungen wider, denen die deutsche Automobil-Zulieferkette derzeit ausgesetzt ist.






