Hamburgs Nahverkehr rollt ohne Personalnot – wie das gelingt

Bus- und Bahnunternehmen melden stabile Personalstärken - Hamburgs Nahverkehr rollt ohne Personalnot – wie das gelingt
Hamburgs Verkehrsbetriebe melden keine Fahrermangel bei Bussen und Bahnen
Die öffentlichen Verkehrsunternehmen in Hamburg verzeichnen derzeit keine Personalengpässe bei Bus- oder Zugfahrern. Mehrere Betriebe, darunter die Hochbahn, die S-Bahn Hamburg und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), bestätigten, dass sie über ausreichend Personal verfügen, um die aktuelle Nachfrage zu decken. Die stabile Personaldecke geht dabei weniger auf kurzfristige Einstellungsoffensiven zurück, sondern auf gezielte Rekrutierungs- und Ausbildungsprogramme.
Die Hochbahn führt ihre konsequent gesicherten Personalstände auf eine starke Arbeitgebermarketing-Strategie zurück. Durch aktive Anwerbung neuer Mitarbeiter konnte das Unternehmen Lücken im Fahrpersonal vermeiden. Die S-Bahn Hamburg hingegen baut ihr Team aus, indem sie monatlich 50 Ausbildungsplätze vergibt und zusätzlich zehn Quereinsteiger als Triebfahrzeugführer einstellt. Die Neuankömmlinge sollen die natürliche Fluktuation ausgleichen, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.
Auch die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) rechnet in diesem Jahr mit einem reibungslosen Übergang: Ausscheidende Busfahrer werden durch frisch ausgebildete Kräfte ersetzt, sodass es zu keinen Einschränkungen im Betrieb kommt. Die HADAG, Hamburgs Fährbetrieb, setzt auf eine andere Strategie und bildet eigene Schiffsführer aus. Da externe Rekrutierungsmöglichkeiten begrenzt sind, startete das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr die Ausbildung von acht neuen Kapitänen und plant, 2022 zehn weitere hinzuzugewinnen.
Trotz der Beteuerungen, ausreichend Personal zu haben, haben keine weiteren Hamburger Verkehrsunternehmen für dieses Jahr Pläne bekannt gegeben, gezielt neue Mitarbeiter einzustellen, um mögliche Engpässe vorzubeugen. Der Fokus liegt stattdessen auf interner Weiterbildung und strukturiertem Personalersatz statt auf groß angelegten Einstellungskampagnen.
Hamburgs Verkehrsbetriebe sichern ihre Personaldecke demnach vor allem durch Ausbildung und geplante Nachbesetzungen. Die Erweiterung der Kapitänsriege bei der HADAG und die monatliche Einstellung von Quereinsteigern bei der S-Bahn unterstreichen dabei den Trend zur Eigenentwicklung. Aktuell scheint der öffentliche Nahverkehr der Stadt gut aufgestellt – es gibt keine Meldungen über fehlende Fahrer oder Betriebseinschränkungen.

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