Hamburgs Straßenprojekte stecken 2024 weiter im Dauerstau fest

Kein A26 bis 2026 - Was läuft schief bei der Hamburger Autobahnausbau? - Hamburgs Straßenprojekte stecken 2024 weiter im Dauerstau fest
Hamburgs große Straßen- und Infrastrukturprojekte bleiben weiter auf der Stelle – 2024 bringt kaum Fortschritte
Die wichtigsten Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben Hamburgs stecken weiterhin in Verzögerungen fest, und auch für 2024 ist kaum mit spürbaren Fortschritten zu rechnen. Schlüsselfprojekte wie die Autobahn A26-Ost und der Ersatzneubau der Köhlbrandbrücke kommen wegen rechtlicher und planerischer Hürden nicht voran. Lediglich die laufenden Baustellen an der A7 und A25 versprechen langfristig Entlastung – doch die wird sich noch Jahre hinziehen.
Das Projekt A26-Ost (Hafenpassage), das ursprünglich 2024 starten sollte, wurde nach einer Gerichtsentscheidung auf 2027 verschoben. Damit reiht es sich ein in die wachsende Liste aufgeschobener Vorhaben, zu denen auch der Neubau der Köhlbrandbrücke und der Norderelbbrücke an der A1 zählen – beide haben noch nicht einmal begonnen. Die Norderelbbrücke ist derzeit nur unter starken Verkehrseinschränkungen nutzbar, während auf die notwendigen Planungsgenehmigungen gewartet wird.
An der A7 ziehen sich die seit 2014 laufenden Ausbauarbeiten mindestens bis 2029 hin. Die Autobahn wird sowohl nördlich als auch südlich des Elbtunnels auf acht Spuren erweitert, doch Autofahrer müssen sich auf weitere Jahre mit Behinderungen einstellen. Der Altonaer Lärmschutztunnel, Teil dieser Maßnahme, soll erst Ende 2029 fertiggestellt werden. Immerhin nähern sich einige Projekte dem Abschluss: Die Sanierung der A25 soll bis zum Spätsommer 2024 abgeschlossen sein, sodass der Verkehr dann wieder uneingeschränkt in beide Richtungen fließen kann. Die Renovierung der Neuen Elbbrücke hingegen verzögert sich bis November 2026, wobei die Arbeiten in Fahrtrichtung Stadtzentrum bereits bis Januar 2024 abgeschlossen sein sollen. Das Autobahnkreuz Hamburg-Hafen ist zwar strukturell fertig, doch die Anbindung an die A26-West wird erst 2028 erfolgen.
Bis 2027 könnten immerhin einige große Vorhaben abgeschlossen werden, darunter das Wohngebiet Quartier Suurheid in Rissen mit 71 Reihenhäusern und 23 Mehrfamilienhäusern sowie das städtebauliche Ensemble Alter Wall in der Innenstadt, zu dem auch das neue Haus der Bürgerschaft als Parlamentsgebäude gehört. Ebenfalls 2027 soll die erste Phase des Altonaer Tunnels an der A7 fertiggestellt werden. Weitere Modernisierungsmaßnahmen an Bahnhöfen wie Mücheln, Braunsbedra und Beuna sind für 2027/28 vorgesehen.
Hamburgs Infrastrukturprojekte stecken weiterhin in einem Stau aus Verzögerungen fest – für Autofahrer und Anwohner bleibt die unmittelbare Entlastung aus. Zwar schreiten einige Baustellen langsam voran, doch die meisten großen Vorhaben – vom Autobahnausbau bis zum Brückenneubau – werden noch Jahre auf sich warten lassen. Die Hoffnungen der Stadt ruhen auf dem Jahr 2027 als möglichem Wendepunkt. Bis dahin werden Baustellen und Verkehrseinschränkungen den Alltag prägen.

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