12 June 2026, 12:03

PCK-Raffinerie in Schwedt kämpft um Überleben durch Lieferengpässe und politische Blockaden

Minister: Polen unterstützt PCK-Raffinerie

PCK-Raffinerie in Schwedt kämpft um Überleben durch Lieferengpässe und politische Blockaden

Raffinerie PCK: Ungewisse Zukunft für wichtigen Kraftstofflieferanten Nordostdeutschlands

Die PCK-Raffinerie in Schwedt, ein zentraler Kraftstofflieferant für Nordostdeutschland und den Berliner Raum, steht weiterhin vor großen Unsicherheiten. Die Verhandlungen zwischen der deutschen Bundesregierung und Polen über die Zukunft des Standorts haben bisher keine Durchbrüche erbracht. Zwar läuft der Betrieb weiter, doch der Druck durch gestörte Lieferketten nimmt stetig zu.

Russland hatte im Mai die Transitlieferungen von kasachischem Rohöl über die Druschba-Pipeline eingestellt. Dadurch brach etwa ein Fünftel der in PCK verarbeiteten Ölmenge weg, sodass die Raffinerie auf bestehende Reserven zurückgreifen musste. Im Mai arbeitete sie daher nur mit 82 Prozent ihrer Kapazität – deutlich unter der vollen Auslastung.

Aktuell konzentrieren sich die Bemühungen darauf, alternative Lieferwege über den Hafen von Danzig (Gdańsk) zu erschließen. Polen signalisierte zwar Bereitschaft, die Raffinerie zu unterstützen, zögert jedoch, direkt mit der Rosneft Deutschland zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen befindet sich zu 54 Prozent im Besitz deutscher Tochtergesellschaften des staatlichen russischen Konzerns Rosneft, der aufgrund der Sanktionen im Zusammenhang mit Moskaus Krieg gegen die Ukraine unter Bundesverwaltung steht.

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Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Maßnahmen zur Sicherung der Produktion in PCK planmäßig verliefen. Wie lange die aktuellen Lieferengpässe jedoch anhalten werden, bleibt unklar.

Die Zukunft der Raffinerie hängt davon ab, die Probleme in den Lieferketten zu lösen und stabile Öllieferungen zu sichern. Bis dahin wird PCK mit reduzierter Kapazität weiterarbeiten. Eine dauerhafte Stabilität erfordert jedoch noch eine Einigung zwischen der deutschen Regierung und den polnischen Behörden.

Quelle