S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Fortschritte trotz drohender Verzögerungen
Emma MayerS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Fortschritte trotz drohender Verzögerungen
Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln macht Fortschritte – doch Verzögerungen drohen
Der Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht: Die Planungsgenehmigung liegt nun vor. Damit kann die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Streckensperrungen beginnen. Doch durch Verzögerungen haben sich zentrale Bauphasen verschoben – die Fertigstellung des Projekts steht infrage.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören der Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach auf vier Gleise sowie der Neubau eines Haltepunkts in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut.
Ursprünglich sollte der Bau des zweiten S-Bahn-Gleises 2025 beginnen. Doch Planungsverzögerungen, Umweltprüfungen und Finanzierungsfragen haben den Start auf 2028 verschoben. Auch das angestrebte Fertigstellungsdatum Anfang 2032 gerät ins Wanken, da es Überschneidungen mit anderen Großprojekten gibt.
Die ersten größeren Einschränkungen für Fahrgäste gibt es vom 10. April bis zum 3. Juli 2026, wenn die Strecke für den Bau eines neuen digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt wird. Später folgen Umbauten an den Bahnhöfen Holweide und Dellbrück zwischen dem 9. Juli und dem 15. Oktober 2027.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten. Das Gesamtbudget ist auf 836 Millionen Euro gestiegen, wobei der Bund 531 Millionen und Nordrhein-Westfalen 305 Millionen Euro beisteuert.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass die noch ausstehenden Genehmigungen in diesem Sommer erteilt werden. Zwar sind Finanzierung und Planung nun gesichert, doch die verlängerte Bauzeit bedeutet für Fahrgäste eine längere Wartezeit auf bessere Verbindungen. Trotz der Rückschläge bekräftigen Land und Deutsche Bahn ihr Engagement für die Umsetzung der Ausbaupläne.






