Tierwohlkennzeichnung für Schweinefleisch startet 2027 – Rainers Plan für schrittweise Einführung
Emma MayerTierwohlkennzeichnung für Schweinefleisch startet 2027 – Rainers Plan für schrittweise Einführung
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat die nächsten Schritte für das deutsche Tierwohlkennzeichnungssystem vorgestellt. Das System soll zunächst für Schweinefleisch eingeführt werden, bevor es auf andere Fleischsorten ausgeweitet wird. Für die schrittweise Umsetzung in den kommenden Jahren wurden wichtige Fristen festgelegt.
Der Entwurf für die Kennzeichnung wird im Mai nach Brüssel zur Notifizierung übermittelt. Nach der Genehmigung soll das System für Schweinefleisch am 1. Januar 2027 starten. Restaurants und Gemeinschaftsverpflegungen müssen die Kennzeichnung dann bis zum 1. Juli desselben Jahres übernehmen.
Rainer betonte, dass der Fokus zunächst klar auf Schweinefleisch liege, bevor eine Ausweitung auf andere Fleischarten in Betracht gezogen werde. Die Kabinettsabstimmung über das System wird im August erwartet – ein bedeutender Meilenstein. Allerdings räumte der Minister ein, dass eine umfassendere Erweiterung derzeit nicht auf der unmittelbaren Tagesordnung stehe.
Der CSU-Politiker unterstrich die Bedeutung eines zuverlässigen und praxistauglichen Systems. Seine Priorität liege darauf, die Schweinefleischkennzeichnung effektiv umzusetzen, bevor weitere Anpassungen geprüft würden.
Die Tierwohlkennzeichnung für Schweinefleisch startet Anfang 2027, die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung folgt ein halbes Jahr später. Rainers Ansatz setzt auf einen überschaubaren Rahmen, um eine reibungslose Einführung zu gewährleisten. Ob und wann weitere Fleischsorten einbezogen werden, hängt vom Erfolg dieser ersten Phase ab.






